Folge 7 – Teil 2: Geduldig entscheiden, mutig gestalten – welche Fähigkeiten in Zukunft zählen

Shownotes

Warum treffen wir häufig vorschnelle Entscheidungen – und wie können wir lernen, langfristiger zu denken?

Im zweiten Teil des Gesprächs spricht Dr.in Sarvenas Enayati mit Prof. Dr. Matthias Sutter über Geduld, bewussten Verzicht und die Bedeutung eines langfristigen Zeithorizonts. Sie beleuchten, warum Geduld gerade beim Sparen und Investieren eine wichtige Rolle spielt und weshalb kurzfristige Schwankungen häufig zu emotionalen Entscheidungen führen.

Prof. Dr. Sutter stellt außerdem den sogenannten Ampelansatz vor, mit dem sich Entscheidungen bewusster und strukturierter treffen lassen. Gemeinsam sprechen sie darüber, welche Fähigkeiten Menschen in einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Welt benötigen und warum Kreativität, Begeisterung, soziale Beziehungen und die Freude am Lernen auch zukünftig unverzichtbar bleiben.

Im Gespräch geht es um:

  • Warum sinnvoller Verzicht die Grundlage für langfristigen finanziellen Wohlstand sein kann
  • Welche Rolle Geduld und ein langfristiger Anlagehorizont beim Investieren spielen
  • Weshalb häufige Kontrollen zu vorschnellen und emotionalen Entscheidungen führen können
  • Wie der Ampelansatz dabei hilft, Handlungsoptionen bewusst abzuwägen und Entscheidungen umzusetzen
  • Warum Geduld immer im jeweiligen persönlichen und gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden muss
  • Welche Aufgaben künstliche Intelligenz zukünftig übernehmen könnte
  • Weshalb menschliche Begeisterung, Kreativität und soziale Verbundenheit nicht ersetzbar sind
  • Warum Gestaltungsspielräume die Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeitenden fördern
  • Wie eine konstruktive Fehlerkultur Innovation und Eigenverantwortung ermöglicht
  • Warum finanzielle Gelassenheit für Prof. Dr. Matthias Sutter ein Zeichen von wahrem Reichtum ist

Weiterführende Links und Informationen:

  • Zur Website der Partner Bank
  • Buch: Gemeinsam stark - Kooperation und Vertrauen: Der Schlüssel zum Erfolg in Wirtschaft, Politik und Arbeitsleben – Martin G. Kocher, Matthias Sutter
  • Buch: Die Entdeckung der Geduld: Ausdauer schlägt Talent – Matthias Sutter

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Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die Sie basierend auf diesem Podcast treffen. Dieser Podcast kann eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse des Hörers zugeschnittene Beratung durch einen qualifizierten Vermögensberater nicht ersetzten.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören!


Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Wirklich Reich.

00:00:07: Wir reden über mehr als nur Geld!

00:00:10: Heute dürfen wir einen ganz besonderen Gast begrüßen, Prof.

00:00:14: Dr.

00:00:14: Matthias Super.

00:00:17: Herzlich willkommen zurück zur Teil zwei unserer Podcast-Folge.

00:00:21: Ich lade euch ganz herzlich ein auch Teil eins anzuhören da dieses Gespräch aufeinander aufbaut.

00:00:28: Also ich finde ihr Buch zu diesem Thema war für mich so horizontal erweitern Weil intuitiv war das schon ein Thema, dass mir sehr wichtig ist.

00:00:39: Dass ich sozusagen auch anerkenne, dass das ganz wichtig ist.

00:00:43: aber ich finde oder ich beobachte schon, dass über die sozialen Medien und also es wird ja regelrecht Konsum- und Sofortgratifikation nur mehr so kultiviert und beworben.

00:00:54: Und ich glaube, dass es gerade in dieser Gesellschaft halt für Eltern, Pädagogen oder auch selbst im Finanzbereich glaube ich, ist es so dass wir auch immer mehr sehen in unseren Finanzbildungsworkshops.

00:01:07: Dass wird dieses Thema sinnvoller Verzicht, nennen wir das ja?

00:01:11: Damit du heute im Auffass verzichtest damit du morgen Dinge erreichen kannst, dass wir immer mehr Module zu diesem Thema haben.

00:01:20: weil ursprünglich haben wir mal gedacht naja wenn wir zum Beispiel über Finanzbildung sprechen da sprechen wir über die ganzen Essetklassen und Vorteile, die Risiken und Prinzipien wie Diversifikationen und Anlagehorizont und Strategien.

00:01:35: Und dann haben wir eigentlich durch die Fragestellungen immer mehr wahrgenommen dass sich das ein großes Vakuum besteht zwischen überhaupt dem Thema sich etwas ansparen zu können.

00:01:47: Und es gibt nämlich ganz viele Menschen, die ein sehr hohes Einkommen haben aber auch verlernt haben, sich etwas anzusparen.

00:01:54: und es gibt ganz viele, die haben nicht einmal so ein hohes Einkommen, sie können aber sehr gut sparen weil sie eben diesen sinnvollen Verzicht oder diese Geduld gelernt haben.

00:02:04: Insofern finde ich das schön wenn man diesen Diskurs wieder mehr Beachtung schenken würde.

00:02:10: Weil ich glaube dass das schon ein Thema ist, das man mehr adressieren könnte

00:02:16: Kann ich Ihnen nur vollständig zustimmen.

00:02:18: Das passt vielleicht sehr gut zum schönen afrikanischen Sprichwort, das heißt Geduld ist ein Baum mit bitteren Wurzeln der süße Früchte trägt.

00:02:25: Also dieser sinnvolle Verzicht ist genau dieses bittere Wurzel.

00:02:30: im Moment vielleicht nicht so fein irgendwie aber man kann tatsächlich für die Zukunft dann eine reiche Ernte-Einfahrung in diesem Bild zu bleiben und das halte ich für sehr sehr sehr sinnvoll.

00:02:41: Und Herr Sutherts euch den Bereich von Finanzen?

00:02:44: ist diese Eigenschaft von Geduld.

00:02:46: Wie kann man da, wo sind Sie da die Zusammenhänge?

00:02:50: Also ich glaube, die ganze Finanzmarktliteratur zeigt das ziemlich eindeutig, dass längerfristigere Anlagehorizonte in der Regel profitabler als kurstfristiger sind.

00:02:59: auch da müssen sie die Fähigkeit haben nicht bei jedem kleinsten Kurs aus Schlagen nach unten sofort die Reißleine zu ziehen was üblicherweise die Leute tun und deshalb ist ein typisches verhaltensökonomisches Problem weil eben Verluste so unangenehm sind.

00:03:11: also die Daumenregel gilt ja Hundert Euro Gewinn sind nur halb so schön wie, also nämlich einen absoluten Betrag.

00:03:18: Wie hundert Euro Verlust?

00:03:19: Also praktisch Verluste werden doppelt gewichtet und das führt dazu da gibt es ja auch mehrere Literatur zu dieser myopischen Verlusta-Version.

00:03:27: Das heißt nichts anderes.

00:03:28: wir lassen Sie ein Beispiel ganz illustrieren.

00:03:30: das ist immer ganz einfach.

00:03:32: Also eine israelische Bank hat ihre Investoren informiert darüber dass sie gesagt haben Leute schaut mal Wir können auch täglich, auch stündlich die Entwicklung in eurer Depose insgesamt geben irgendwie.

00:03:43: Und da geht's mal rauf und mal geht es runter irgendwie.

00:03:46: Aber wir haben festgestellt dass viele von euch wie wenns mal runtergeht ganz panisch das Abstoßen, Umschichten oder sonst etwas tun.

00:03:53: dabei wäre es morgen übermorgen den drei Wochen ohnehin wieder ausgeglichen oder vielleicht sogar schon im grünen Bereich irgendwie.

00:03:59: Wir bieten euch deshalb an, dass ihr euch nur einmal im Monat eine Information geben, statt täglich wöchentlich oder stündlich sogar im verrücktesten Fall.

00:04:08: Um genau dieses panische Reagieren auf ah jetzt ist es mal schlecht gewesen zu vermeiden und auch im Grunde ein bisschen beim geglätteten längeren Zeitraum hinweg einfach zu berichten wie das klappt.

00:04:18: Und wenn ihr Sorge habt sie könnts jederzeit sofort wieder stündig zugreifen.

00:04:23: Das führt dazu dass die Schwankungen in den Anlageportfolen also praktisch wie viel man her schichtet insgesamt zurückgegangen ist.

00:04:30: Und das ist sehr, sehr sinnvoll.

00:04:31: Weil es im Grunde hat was mit Geduld und längerfristigen Anlage ihren Zeithorizonten tatsächlich zu tun weil sie dafür für kurzfristige Schwankungen weniger empfänglich hören.

00:04:40: Bitte nicht falsch verstehen.

00:04:41: also wenn gerade so etwas wie Lehman Brothers passiert ist vielleicht schon ganz gut stündlich draufzuschauen.

00:04:45: Also nicht jetzt sagen der Sutter versteht gar nichts und dann kommt eine Katastrophe und errägt den Leuten schaut's erst in zwei Jahren hin.

00:04:51: Das war explizit nicht jetzt so gemeint aber Normalen Zeiten ist das an sich ein vernünftiger Ansatz, dass diese kurzrichtigen Schwankungen gar nicht so bedeutsam sind und die Leute nicht wie die Maus von der Klapperschlange draufschauen müssen in der nächsten Stunde wieder passiert.

00:05:05: Ja also ich sehe es auch so.

00:05:07: Ich glaube auch dieser Hyperreflexion und Hyperfokussierung auf eine Sache führt ja auch dazu, dass man dann, glaub' ich, Entscheidungen trifft, die im Nachhinein sich nicht als Weise entpuppen.

00:05:19: Ich glaube, man hat ja auch früher so Volksweisheiten gehabt wie Schlaf drüber oder also dass man nicht immer sofort reagiert.

00:05:26: oder Viktor Frankl sagt ja auch das es zwischen Reiz und Reaktion so einen Raum geben sollte wo man dann eben eine Möglichkeit hat zu entscheiden, wie man reagiert.

00:05:37: Und ich glaube das wir uns diesen Raum halt oft nicht mehr erlauben sondern dass man eben sofort diese Reaktion wird.

00:05:43: ja auch die Schnelligkeit wie man reagiert wird ja oft belohnt als etwas sehr sehr gutes gesehen aber effektiv jemand ist wenn der so fort zurück schreibt sich sofort zurück meldet.

00:05:53: Aber in vielen Lebensbereichen wäre es gut, dass man nicht sofort reagiert sondern wirklich auch einmal drüber schläft oder wie sie befreiben längerfristig das betrachtet, nicht im Sekundentakt über manche Dinge nachdenkt.

00:06:08: Sie sagen hier was ganz Wichtiges und tatsächlich machen wir das in eigener Intervention Studium um genau diese Fähigkeit jungen Volksschülerinnen und Volkschülern zu lernen.

00:06:17: Wir nennen das den Ampelansatz.

00:06:20: Das geht praktisch so.

00:06:21: also wenn man vor einem Entscheidungsproblem steht ja wir müssen viele Dingen im Leben entscheiden dann die Ampel Methode sagt Rot tu mal gar nichts.

00:06:32: Schau einmal darauf hin, was ist eigentlich das Problem und wo muss eine Entscheidung getroffen werden.

00:06:38: Und klar zu identifizieren, wo stehe ich eigentlich?

00:06:41: Gelb bedeutet dann Liste dir sinnvollerweise alle Handlungsoptionen auf die es hier gibt tatsächlich.

00:06:49: Richtig ist nämlich nichts im Leben ist alternativ los.

00:06:52: Es gibt an jeder Weg Kreuzung mehrere Möglichkeiten.

00:06:56: Mit dem gelben Ansatz in der Ampel ist verbunden Schau doch, was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen, die dir tatsächlich zur Verfügung stehen.

00:07:06: Und grün heißt dann erst – so jetzt hast du auf gelb geschaut, was für Möglichkeiten hast du?

00:07:11: Und jetzt wähl die aus, die Dir angesichts dieser Vornachterle am meisten zusagt!

00:07:16: und implementiere sie.

00:07:18: Das ist also nicht nur die Wahl, was sich die Beste ist sondern auch die Aufforderung, sie dann tatsächlich umzusetzen.

00:07:23: Das kann häufig nach einer Nacht sein, das kann häufig noch eine Woche sein, es kann wenn man wichtige Berufswahl treffen muss, das könnte nochmal länger dauern.

00:07:29: aber das ist die Idee dass wir jungen Menschen beidringen auch zu warte mal ein kleines bisschen identifizieren zuerst alles worum's eigentlich geht.

00:07:38: Schau dann, was fühlt sich am besten an?

00:07:40: Ist tatsächlich auch etwas mit Gefühl hat das zu tun.

00:07:42: Also schon liefst du einen Vor- und Nachteile aber die sind ja häufig nicht nur monetär.

00:07:46: da steht im Schluss nicht nur ein Salter drunter plus zehn minus fünf oder minus zehn sondern es steht auch ein Gefühl dabei im Sinne von des passt man eigentlich gut, dass passt zu meiner Art, das passt zu meinem Leben.

00:07:57: Und dann das Grün ist das Umsetzen tatsächlich um was wir sehen können.

00:08:00: Da haben wir gerade einige Sachen dazu publiziert.

00:08:03: Dieser Anplant-Satz hilft dazu, dass junge Menschen – wenn man sie zum Beispiel jetzt ganz einfach fragen würde, möchtest du zehn Euro heute dann elf Euro in einer Woche?

00:08:10: Das sind mit höherer Wahrscheinlichkeit die Elf Euro in eine Woche dazwählen können.

00:08:14: Und das ist also was wir unter Geduld verstehen.

00:08:17: Abwägen!

00:08:17: Was ist eine sinnvolle

00:08:18: Entscheidung?!

00:08:19: Geduld ist im Übrigen nicht immer nur netzugend ins Erste... Labilen, unsicheren Zuständen.

00:08:24: Also ich kann niemandem in der Ostdeutschlande sagen mach du mal ein Businessplan wie du in zehn Jahren deine Firma aufgebaut haben willst wenn die entscheidende Frage ist wie ich die nächste Woche überlebe.

00:08:34: also das sind Blödsinn.

00:08:36: ja das können wir uns leisten weil wir in einer witzhörflich politisch stabilen Gesellschaft zu glück leben dürfen Und da zahlt sich Geduld sehr aus.

00:08:44: Das kann aber in anderen Fällen sehr, sehr viel problematischer sein.

00:08:47: also bitte nicht missverstehen Geduld ist nicht immer entscheidend nur gut Aber in unseren Gesellschaften im Schnitt schon.

00:08:53: Ja.

00:08:53: das finde ich jetzt sehr hilfreich dass man diese Dinge auch in meinem Kontext und situativ betrachten muss und abwägen muss.

00:09:01: Herr Sutter Ich habe seine Frage Richtung Zukunft.

00:09:05: Es wird ja jetzt oft gesprochen, welche Fähigkeiten brauchen wir Menschen in der Zukunft wenn die AI immer stärker wird.

00:09:13: Vieles kann vielleicht die Maschine besser verwirklichen als wir aber vieles können wir wahrscheinlich noch immer sehr beitragen zu dieser Welt.

00:09:23: und jetzt ist die Frage wie sehen Sie das?

00:09:25: Wie die Zukunft sich entwickelt?

00:09:27: Wohin wird Wissenschaft sich entwickeln?

00:09:31: Bildung entwickeln, wohin wird sich die Wirtschaft entwickeln?

00:09:34: Also haben Sie da so persönliche Gedanken, wie sie teilen könnten.

00:09:40: Ich fürchte fast dass ich hier wahrscheinlich ein bisschen enttäuschen muss irgendwie.

00:09:43: Ich weiß es selber nicht.

00:09:45: also was mich zum Beispiel jetzt als Wissenschaftler bewegt ist schon die Frage wozu braucht's mich eigentlich in zehn Jahren noch.

00:09:51: Da gehe ich aber im Pensionen ins Hof und habe dann das Problem nicht mehr.

00:09:55: Aber nein!

00:09:56: Die Frage ist dann ernsthaft und nach meinen jungen Postdocs und Doktoranden fragen sie schon Folien machen, kann eine KI wahrscheinlich besser wie jeder Mensch beispielsweise.

00:10:05: Aufsätze schön polieren, dass die Sprachli noch besser sind, kann wahrscheinlich eine KI auch besser als jeder mit.

00:10:11: Aber was macht es denn eigentlich aus?

00:10:14: Also das ist jetzt ein lustiger Zufall und gerade diese Tage ging auf der ORF Seite durch die Medien eine Studie im Journal of Experimental Psychology, dass wenn Lehrer Mathematikkonzepte unterrichten Freudern, Engagement und Klären.

00:10:32: Warum das bedeutet zum Beispiel wie das ist?

00:10:34: Und wo man auch scheitern kann und warum es dann auch ärgerlich ist und wie man das Problem lösen kann.

00:10:38: Also sobald Gefühle ins Spiel kommen, dann ist die Wissensbemittlung offensichtlich deutlich besser gewesen.

00:10:44: Woran liegt das?

00:10:45: Das liegt an dem typischen menschlichen Wesen, dass ein soziales Wesen ist.

00:10:49: Es ist praktisch one resonates with each other.

00:10:53: Also das heißt, dass sie wie es klingt was an, was man sagt wow wow das ist spannend!

00:10:58: Also ich vermute Sie kennen das auch im Studium gibt's ja auch so wirklich charismatische Hochschullehrerinnen und Lehrer für die man lernt sozusagen also jetzt nicht mit den persönlichen gefallenen Tatsäletamität.

00:11:11: aber eigentlich denkt man sich der war so toll da.

00:11:13: das möchte jetzt noch besser verstehen und dem möchte dann in der Prüfung zeigen dass ich das jetzt wirklich gut verstanden habe und gut gemacht hat.

00:11:20: Also diese Dinge wird uns eine Maschine so gut wie sich ja niemals abnehmen können.

00:11:23: und das ist der menschliche Faktor, den wir unterrichten.

00:11:26: jetzt, weil wir im engen Wissenschaftsbereich, der ich glaube schon noch ganz ganz bedeutsam ist.

00:11:31: Man kann die Sache ja bezüglich KI und der Bedrohung für die Menschheit noch sogar einen Schritt weiterdenken irgendwie... also wenn wir haben jetzt unser Denken einstellen und alles da KI überlassen dann basiert ihr auf dem was der Mensch bis zum Jahr zwanzig irgendwie akkumuliert hat Und dann kommt, wenn wir es denken einstellen, dass er vereinen ist und gemütlich ist.

00:11:50: Dann kommt eigentlich nichts mehr dazu.

00:11:52: auch da glaube ich zum Beispiel im Wissensarztbereich weiß ich das Prinierdaten zu erheben und nicht irgendwas Sekundäres was sich schon vorliegt.

00:11:58: irgendwie.

00:11:59: Das ist das wo wir weiter natürlich Durchbrüche haben werden Wo wir neue Erkenntnisse haben werden, dass wir erstmals hinschauen etwas was noch niemand angeschaut hat Dass uns hier die KI helfen kann wohin's vielleicht klug wäre zu schauen als vielleicht dort eher zur erwarten ist dass wir durch Brüche finden als woanders.

00:12:15: Das halte ich für ein völlig legitimes Instrument in der Zusammenarbeit von Mensch und Technik, dass wir auch vielleicht lege finden wo wir effizient da zu unseren Durchbrüchen kommen.

00:12:25: Denn so schön Forschung ist auch wir haben begrenzte Mittel und das heißt die müssen man so effiziente wie möglich einsetzen.

00:12:31: also über dem her glaube Der menschliche Kreativitätsfaktor, der menschlich soziale Faktor wird auch in Zukunft hoffentlich eine große Rolle spielen.

00:12:38: Ich hoffe ich täusche mich nicht und wir werden über KI sehr viele Dinge einfacher schneller und routinierter und weniger fehleranfällig machen können als wir das vielleicht in den letzten Jahren oder Jahrzehnten als Menschen noch gemacht haben.

00:12:51: und dann soll es uns ja recht sein wenn wir Dinge vermeiden können die unnötig sind.

00:12:56: Ja, absolut.

00:12:57: Ich glaube, jeder ist dankbar, dass es eine Waschmaschine gibt und das Transportmittel gibt.

00:13:02: Und das hat uns ja vielleicht in manchen Bereichen etwas bequemer machen lassen aber dafür hat man diese Energie genutzt wieder für andere Bereiche.

00:13:10: also ich bin da auch eher hoffnungsvoll wobei ich trotzdem finde, dass jetzt dieser Motivationsfaktor für den Menschen immer entscheidender wird, also dass man intrin sich motiviert ist beitragen zu wollen Also dass man eh nicht nur alles transaktional sieht, also was ich gebe und dafür bekomme.

00:13:28: Ich glaube dieses Freude am schöpferischen Freude Neugier, also eigentlich diese zutiefst menschlichen Qualitäten die wir ja als Kind alle mitgebracht haben das es wichtig ist sich diese zu erhalten bis ins hohe Erwachsenenalter dann hat man glaube ich auch sehr viel Freude noch in dieser Welt weil ich glaube nur vom Konsumieren hatte keiner langfristig Freude.

00:13:50: Ja, sie auch so.

00:13:51: Also was ich glaube ansprechend passt sehr gut zu unserem eigenen Vorstellung von Martin und für mir also gerade dieses Spielerech entdecken und Problem lösen ist ja etwas was Kinder täglich tun, zwar vom Beginn des Lebens an und das macht ihnen auch häufig Spaß.

00:14:06: manchmal verbrennen Sie sich halt die Finger an der heißen Herdplatte, ja also auch das gehört zum Leben und lernen tatsächlich dazu.

00:14:12: aber richtig ist auch dass wir... Dass es nicht verloren geht haben wir auch eine gewisse Verantwortung in unseren Organisationen.

00:14:20: Also, zum Beispiel wenn Sie einen neuen Lösungsvorschlag für ein Problem machen wollen dann geht das natürlich viel leichter in einer Atmosphäre, in einem Arbeitsteam wo Alternativen gehört werden.

00:14:34: Wo sie überhaupt angedacht werden dürfen und nicht der Schiff sozusagen ist.

00:14:38: er weiß wie es richtig geht und sich dann eigentlich ohnehin keinen Anreiz mehr haben überhaupt noch eine Idee beizusteuern.

00:14:44: Es gibt ja auch häufig In Unternehmen, so Wettbewerbe.

00:14:47: machen sie uns Verbesserungsvorschläge wie effizienter werden können.

00:14:50: Das kann man aber auch misinterpretieren als sobald jemand einen Vorschlag abgibt, ah der kritisiert und so wie wir es bisher gemacht haben gefällt ihm nicht.

00:14:59: Also so kann man das auch machen.

00:15:02: Und

00:15:03: d.h.,

00:15:03: Sie brauchen eine sichere wiederum persönliche Beziehung des Kritik- und Verbesserungsporschlägungen.

00:15:08: Kritik wird ja häufig negativ gesehen, aber Kritik kann ein Vorschlag sein, wie man's noch besser machen könnte dass das tatsächlich etwas ist, was die Beziehung aushält.

00:15:16: Und da haben wir als Unternehmen ein ganz, ganz groß ... Als Schiffsunternehmen haben wir eine ganze große Bedeutung.

00:15:23: Das geht so weit rein, dass wir um diese spielerische Ausprobieren, was besser geht aus meiner Sicht in vielen Organisationen eine viel, viel bessere Fehlerkultur bräuchten.

00:15:35: also Fehler zu machen, eröffnet ja auch Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren im Sinne von dass sie wirklich nicht gehen oder manchmal gehen Sie überraschenderweise.

00:15:44: Und so das ist doch eine Quelle von Innovationen.

00:15:47: tatsächlich und wenn wir in unseren Organisationen – und hier denke ich leider insbesondere auch an den öffentlichen Bereich alles bis ins fünfundundtwanzigste Unterglied durchdeklinieren und regulieren dann töten wir!

00:16:03: Faktisch, Kreativität und auch die Möglichkeit mal über den Tellerrand hinaus etwas anderes tatsächlich zu probieren.

00:16:10: Das ist nicht nur schlecht deswegen weil wir Kreatividät abtöten sondern es noch schlechter deswegen, weil wir auch die ganze Motivation abtöten.

00:16:18: aus der Arbeitsmarktforschung ist bekannt dass sowas wie Gestaltungsspielräume einer der wesentlichsten Faktoren für Arbeitsplatz zur Friedenheit und damit auch für Produktivität am Arbeitsplatz ist.

00:16:30: Also die Möglichkeit zu haben, etwas mitgestalten zu können.

00:16:33: Entseidungsspielraum zu haben!

00:16:36: Das ist genau das Gegenteil dessen dass ich Ihnen ein Fünfhundertzeiten Handbuch gebe und Sie müssen nach dem dreihundertzwanzigsten Paragrafen spiegelstrich fünf Absatz zwei jeden Einzelfall abarbeiten.

00:16:48: Und auch das übersehen ganz viele Personen, dass es hier um Freiräume geht, die Kreativität als auch zur Friedenheit fördern.

00:16:57: Ja, das ist gleich ein ganz... wesentlicher Punkt.

00:17:01: Ich denke mir, ich komme natürlich aus dem Bankingbereich wo Regulatorik und Komplexheit auch ein wichtiger Mechanismus oder Schutzmechanismus ist dass du natürlich wenn du Prozesse festlegst das alle in die gleiche Richtung schauen oder dass du sozusagen gefahren dadurch abwehren kannst, dass man aber zugleich trotzdem versucht es im Rahmenwerk den man dann aufgestellt hat, dass es dann noch Gestaltungsmöglichkeiten gibt.

00:17:28: Das finde ich auch ganz wichtig für Menschen, weil das glaube ich auch, dass Mensch ein Stück weit ausmacht, dass du das Gefühl hast, du kannst Dinge mitberaten und gestalten und bist nicht jemanden der gar nicht mehr mitdenken darf.

00:17:43: Da darf ich da eins drauflegen und darum sind Führungskräfte so wichtig denn?

00:17:47: Also Teammitglieder sind zufriedener wenn sie Gestaltungsspielerinnen haben – das zeigt alle Forschungen!

00:17:52: Aber wenn Sie diese Gestaltungsspielräume haben, dann haben sie als Führerskraft die Verantwortung, dass sie damit auch umgehen können und das auch tolerieren können.

00:17:58: Wenn jemals den Gestaltungspielraum auf der einen Seite irgendwie implementiert und nicht auf der anderen Seite die Ihnen lieber gewesen wäre!

00:18:06: Das heißt... Vielfach, vielfach ist Überregulierung innerhalb von Unternehmen auch geschuldet dessen dass irgendjemand mal den Gestaltungsspieler so ausgenützt hat wie es einer vorgesetzten Person nicht gepasst hat.

00:18:19: Was kommt dann die nächste Richtlinie?

00:18:20: Wie in solchen Fällen genauso entschieden werden muss das der Führungsperson passt und das ist ganz schlecht.

00:18:26: Das bedeutet wir brauchen eigentlich auch eine gewisse eine Großmütigkeit von Führungskräften, die sagen okay das war der Spieler.

00:18:33: Ich habe gesagt du kannst es so entscheiden wie es dir passt in dem Spieler und damit kann ich jetzt ausleben fertig!

00:18:39: Und auch so kann man als Führungskraft das besser oder weniger gut tatsächlich ausgestalten?

00:18:45: Ja das finde ich jetzt sehr hilfreich für sich Teilen.

00:18:47: also ich glaube mal dass überhaupt so Räume oder Bücher zu diesen Themen wenn das jetzt immer mehr so auch im gesellschaftlichen Diskurs ankommt, ich glaube das wir alle unheimlich davon profitieren würden.

00:19:01: Ja vollkommen!

00:19:03: Aber häufig ist es diese Angst vor Fehlern ja und dann kriege ich eine auf den Deckel sozusagen, dann ist meine Karriere kaputt.

00:19:08: also in ganz vielen Organisationen.

00:19:10: sie können nicht mehr aufsteigen.

00:19:11: wenn Sie irgendeinmal etwas versucht haben und es ist schief gegangen.

00:19:14: Dann haben's einen Fehler gehabt.

00:19:16: Wenn Sie aber nichts tun oder immer fragen Schief wie soll ich deine Zeit links?

00:19:20: Ja, schön sage ich.

00:19:21: Wunderbar links!

00:19:21: Dann haben wir immer praktisch alles richtig gemacht, dass das hilft uns glaube ich in unseren Gesellschaften den Problemen nicht weiter dieser Art von herangehen.

00:19:30: Ich glaube der Vorteil bei so kleinen und mittelständischen Unternehmen ist, dass man trotzdem noch mehr diese Entscheidungsfreude hat.

00:19:39: Und in Konzernen – also ziehen zumindest Freunde mir die in Konzernen tätig sind dieses oftso weil du kürzere Verträge hast dass viele Entscheidungen erst gar nicht getroffen werden oder immer verschoben werden, weil dann keiner diese Verantwortung für eine Entscheidung treffen möchte.

00:19:54: und für ein Unternehmen ist ja aber oft keine Entscheidung zu treffen.

00:19:59: Noch viel so.

00:20:00: ich sage schwieriger oder die Folgen sind sogar viel unangenehmer als wenn man eine Entscheidung trifft und dann kann man ja nachher gemeinsam feststellen Oma hätte es doch vielleicht anders machen können Aber dann hat man zumindest mal eine Entscheidung getroffen kannst danach besser machen Aber wenn man nie eine Entscheidung trifft, kann man es auch nicht besser machen.

00:20:19: Ich stehe mir den Vollständig zu!

00:20:20: Wiederum am Plansatz würde helfen der Grüne.

00:20:23: Die grüne Ampel ist... Nicht nur entscheiden was gut ist sondern macht's.

00:20:28: Das ist so unglaublich wichtig und daraus kann man auch lernen.

00:20:31: Wenns gut geht wunderbar verstärkt sich.

00:20:33: Wenn schlecht geht kann man das nächste mal besser machen.

00:20:35: also ja bin ganz ihrer Meinung

00:20:39: Herr Sutter das war für mich jetzt wirklich fünfzig Minuten Lernen, lernen, lernen von Ihnen als Korreffet in diesem Bereich.

00:20:48: Ja bitte!

00:20:49: Und ich hätte zum Abschluss eine Frage an Sie.

00:20:53: die stellen wir jedem Gast.

00:20:55: sie sind ja im Übrigen unser erster männlicher Gast bei unserem Female Finance Podcast wo wir aber ein Drittel auf männliche Zuhörer haben.

00:21:04: und Ich würde Sie gerne fragen Zum Abschluss wann haben Sie sich das letzte Mal so wirklich reich gefühlt?

00:21:12: Okay, jetzt fangen wir mit etwas an worüber ich schon mal belächelt wurde irgendwie.

00:21:16: Ich genieße es wahnsinnig dass ich mittlerweile einen Lebensstandard habe wo wenn in den Supermarkt gehe ich nicht mehr auf die Preise schauen muss.

00:21:24: deswegen geht trotzdem ins Supermarkt oder ich gehe nicht ins Delicatest-Geschäft oder sonst vorhin irgendwie.

00:21:28: Das hab' ich noch nie gemacht werde ich auch nicht tun.

00:21:30: Ich find's unglaublich schön.

00:21:31: aber jetzt die Milch, das ist für mich ein Zeichen von Reichtum nicht im wörtlichen Sinne, aber von Gelassenheit.

00:21:45: Ich weiß es geht.

00:21:46: zu Hause kann man das wunderbar leisten und ich genieße das sehr weil das war nicht immer in meinem Leben so wenn ich das so sagen darf und dass darüber hat schon die Claudia Stöckel bei Frühstück bei mir mal gelächelt.

00:21:57: irgendwie hat sie gesagt na Ernst jetzt ist das die Antwort auf die Frage?

00:22:03: Und da habe ich weil ich das selber auch erlebt hab zeitweise in meinem leben da wie sehr viel Verständnis für Menschen Wo das wirklich ein tägliches Problem ist, weil es belastet einen Wahnsinnig.

00:22:14: Das macht sehr unangenehm, weil man weiß kann ich mir was morgen noch leisten?

00:22:18: oder was passiert morgen wenn der Zahn plötzlich weht und ich eine teure Brücke oder sonst was mache.

00:22:22: Also da stelle ich mich als erste Belastung vorhanden um.

00:22:25: bis heute genieße ich sehr dass ich weiß, das ist kein Problem.

00:22:30: Vielleicht würde es jetzt einigen Hörern auch helfen.

00:22:32: wie haben Sie dann die... Wie haben sie das geschafft?

00:22:35: Dass sie sich trotzdem diese Einstellung bewahrt haben dass Sie nach vorne geschaut haben und dann sich trotzdem noch was aufgebaut haben.

00:22:45: Also in diesem konkreten Fall tickt meine Frau völlig gleich, wie ich meine Eltern an eine ähnliche Haltung gehabt habe.

00:22:51: Die waren bescheiden, haben sich ein kleines Haus irgendwie erarbeitet, das sie viele Jahrzehnte abgezahlt haben.

00:22:57: Und also ich bin groß geworden mit der Haltung Spar warst damit du etwas aufbauen kannst und irgendwann durch einen beruflichen Erfolg ging es halt so, dass ich's heutzutage mir leisten kann im Supermarkt zu gehen ohne auf die Preise zu schauen.

00:23:14: Vielen Dank für Ihre persönlichen Worte zum Schluss.

00:23:40: Unterhaltung ist, die hoffentlich auch vielen Hörerinnen und Hören dann Spaß beim Zuhören macht.

00:23:45: Danke Herr Sutter für Ihre warmherzigen Worte!

00:23:48: Und ich ließe mich meinen beiden Schwestern an, die sie ja da auf dieser Tagung gehört haben.

00:23:52: also es war wirklich sehr erhellend und wie gesagt Ich finde es eine große Fähigkeit dass man Themen, die vielleicht für viele Menschen wie Verhaltensökonomie jetzt nicht unbedingt das spannendste Thema aller Zeiten sein könnte Praxisnah und mit so viel Herz und Verstand teilen können, also dafür danke ich Ihnen.

00:24:15: Herzlich

00:24:15: Dank noch mal für die liebe Einladung!

00:24:17: Und grüße Ihre beiden Schwestern bitte!

00:24:19: Danke!

00:24:20: Einen schönen Tag noch!

00:24:21: Tschüss!

00:24:22: Danke ebenfalls!

00:24:41: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die dargebotenen Inhalte die persönliche Marktmeinung der Redaktion bzw.

00:24:48: der Gäste zum Zeitpunkt der Aufnahme widerspiegeln und diese können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern.

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00:25:07: Dieser Podcast stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf- oder Verkauf von physischen Gold- und Finanzprodukten dar.

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00:25:19: Vergangener Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance.

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